10 Jahre Kinder- und Jugendstiftung

„Zukunftswerkstatt“ der Henry-Miller-Schule erhält 10.000 Euro

Mit einer größeren Geldsumme hat ein Brackenheimer Bürger im Sommer 2000 den Anstoß gegeben: Projekte, die der Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen dienen, sollten durch eine Stiftung Unterstützung erfahren. Kontinuierlich hat die Kinder- und Jugendstiftung seit dem entsprechende Maßnahmen gefördert und ist aus der Sozialprävention gerade der Schulen vor Ort kaum mehr wegzudenken.„Wir springen dort ein, wo staatliche Mittel fehlen!“, erläutert Treuhänderin Brigitte Hentschke das Stiftungskonzept. Und so spiegeln die geförderten Maßnahmen auch die Hinwendung der Schulen und sozialen Institutionen in Brackenheim zu gesellschaftlichen Fragen wider. Das Programm „Echt Stark!“ greift die Themen Gewalt-, Sexual- und Suchtprävention auf und wurde an mehreren Brackenheimer Grundschulen wiederholt durchgeführt. Die Patenschaft für „Klasse 2000“, ein Projekt zur Gesundheitsförderung, das sich den Schwerpunkten Ernährung, körperliche Gesundheit und soziales Wohlbefinden widmet, wurde der Botenheimer Grundschule in diesem Schuljahr für die nächsten vier Jahre zugesagt. Kontinuierlich seit dem Schuljahr 2002/2003 fördert die Kinder- und Jugendstiftung das Projekt „Freunde gewinnen durch Singen und Bewegen“, das von der musikpädagogischen Beratergruppe des Staatlichen Schulamts Heilbronn ins Leben gerufen wurde. Das Zabergäu-Gymnasium Brackenheim bietet seit mehreren Jahren allen achten Klassen einen Sexualpräventions-Workshop in Zusammenarbeit mit Pro Familia Heilbronn an. Auch dieses Projekt wird von der Kinder- und Jugendstiftung mitfinanziert. Verschiedene Präventionsangebote des Runden Tisches Brackenheim, darunter auch schulartübergreifende Wettbewerbe wie „Schau hin und tu was!“, ein Projekt zur Gewaltprävention oder „Respekt vor fremdem Eigentum!“, eine Aktion gegen den Vandalismus, konnten mit Hilfe der Kinder- und Jugendstiftung umgesetzt werden. Alle Aktivitäten werden aus dem Stiftungsvermögen bzw. aus Spenden finanziert, die durchaus auch projektorientiert also zweckgebunden eingehen dürfen. 10.000 Euro für Henry-Miller-Schule „In unserem 10. Jahr schütten wir die bislang größte Einzelförderung für ein Projekt aus!“, erläutert Brigitte Hentschke die Zuwendung an die Henry-Miller-Schule. „Das Konzept der „Zukunftswerkstatt“ hat den Beirat der Kinder- und Jugendstiftung besonders überzeugt, da es dem Aspekt der Prävention in besonderem Maße entspricht und gerade die Jugendlichen berücksichtigt, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt ohne individuelle Förderung nahezu chancenlos bleiben.“ Die Oberstufenlehrer Eberhard Binder und Niklas Müller wollen im Rahmen ihrer Zukunftswerkstatt Schüler der achten und neunten Klasse stärken, die bislang keinen Praktikumsplatz finden konnten. Mit Thomas Neuschwander, Inhaber der Brackenheimer „Holzwerkstatt im Schafhaus“ und dem ehemaligen Gymnasiallehrer Ulrich Müller haben sie kompetente und engagierte Partner gefunden. Sie werden in der Schreinerei zukünftig an einem Tag pro Woche jeweils zwei Praktikanten anleiten. „Unser Auftrag und unser Ziel ist es, jeden einzelnen Schüler nach seinen individuellen Stärken und Schwächen zu fördern – und auf seinem Weg in eine Ausbildung zu begleiten“, so Schulleiter Reinhold Meyer. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt. BU: Schulleiter Reinhold Meyer und die Oberstufenlehrer Niklas Müller und Eberhard Binder (v.r.) sind dankbar – Brigitte Hentschke sichert die Unterstützung der Kinder- und Jugendstiftung zu. (Text: Martina Reese  Foto: Peter Koch)